
Kinderlektüre für einen milden und märchenhaften Winter
Nach dem Trubel der Feiertage läutet der Januar eine ruhigere Zeit ein, die ideal ist, um sich wieder auf das Wesentliche zu besinnen: die Freude am Zusammensein, am Fantasieren und am Geschichtenerzählen. Wintergeschichten für Kinder bieten dabei einen wunderbaren Spielraum. Ob vorgelesen, angehört oder selbst erfunden – sie beflügeln die Fantasie, geben Geborgenheit und schaffen wertvolle Erinnerungen. Ganz ohne Druck, ohne Bildschirm, manchmal sogar ohne Make-up, einfach nur, um es sich unter einer kuscheligen Decke gemütlich zu machen oder eine heiße Schokolade zu genießen.
Winterbücher und -Podcasts für Kinder (3–10 Jahre)
Kinder- und Jugendbücher für alle Altersgruppen
Les Kinderbücher sind oft der erste Einstieg in die Welt der Fantasie. Mit dem Thema „Winter“ ermöglichen sie es dem Kind, in Welten zu reisen, die weich wie Watte sind und von liebenswerten Tieren und Figuren bevölkert werden. Für jedes Alter gibt es eine eigene Welt:
- Zwischen 3 und 5 Jahren sollten Sie beruhigende, sich wiederholende Geschichten mit sanften Illustrationen und einfachen Alltagsszenen bevorzugen. Das Kind kann sich leicht in diese Geschichten hineinversetzen und liebt es, vertraute Bezugspunkte wiederzufinden.
- Zwischen 6 und 8 Jahren werden die Geschichten strukturierter: Abenteuer im Wald, gegenseitige Hilfe, die Erkundung imaginärer Welten. Das Kind beginnt, die Geschichte zu hinterfragen und möchte sie verändern.
- Im Alter von 9 bis 10 Jahren ist Platz für facettenreichere Welten, in denen sich Fantasie mit Emotionen, Mut oder Freundschaft verflechtet. Diese Geschichten eignen sich perfekt, um Fortsetzungen oder Parallelgeschichten zu erfinden.
💡 Zwei Bilderbücher, die diesen Januar erscheinen: „Es lebe der Wintersport!“ von Hervé Le Goff, in dem wir die fröhliche Tierbande wiederfinden, die bereit ist, die olympischen Sportarten zu entdecken (Erscheinungsdatum: 09.01.), und „Der Winter von Volpiglio“ von Karen Hottois, das die Geschichte eines kleinen Fuchses erzählt, während sich alle seine Freunde auf den Winterschlaf vorbereiten (Illustrationen von Julia Woignier, erscheint am 26.01.)
Wintergeschichten zum Anhören
Um für Abwechslung zu sorgen und den Augen eine Pause zu gönnen, sind Podcasts für Kinder eine hervorragende Alternative. Ob unter einer Decke oder in einer selbstgebauten Hütte – Hörgeschichten regen die Fantasie auf ganz andere Weise an: Die Stimme führt, doch jedes Kind malt sich seine eigenen Bilder aus. Zu den beliebten Formaten gehören:
- « Noch eine Geschichte » : Jede Woche gibt es eine neue Geschichte zu entdecken – entweder eine Adaption eines Klassikers der Kinder- und Jugendliteratur oder eine originelle Eigenkreation. Kurze, fesselnde Erzählungen, die sich perfekt für ruhige Momente eignen. Bis 10 Jahre.
- ” Eine Geschichte und … Oli» : originelle Geschichten, erzählt von bekannten Stimmen – ideal, um die Kreativität von 5- bis 7-Jährigen zu fördern. Der Podcast ist als Bilderbuchsreihe im Verlag Michel Lafon Jeunesse / France Inter erschienen.
- « Die Welt der Märchen » : Geschichten voller Humor und Zärtlichkeit, geschrieben und erzählt von Nicolas Turon – ein Erlebnis für die ganze Familie. Die Idee entstand während des Lockdowns 2020, um den Kindern (ab 6 Jahren) jeden Abend eine Geschichte vorlesen zu können.
- « Die große Geschichte von Pomme d’Api » : für die Kleinsten geeignet, mit beruhigenden und poetischen Welten. Die Kinder können jeden Monat eine neue Geschichte anhören (die auch im Magazin „Pomme d’Api“ nachzulesen ist).
Wir empfehlen Ihnen außerdem die Website Mes histoires du soir auf der Sie eine große Auswahl an kostenlosen Texten finden, die Sie lesen, herunterladen oder direkt anhören können. Kinder können sogar ein kleines Quiz absolvieren, um zu überprüfen, ob sie die Geschichte verstanden haben.

💡Um diese Momente zu begleiten, kann man zu Hause einen winterlichen Rückzugsort schaffen:
eine Leseecke mit Kissen, Decken und warmem Licht;
eine Geschichtenhütte unter einem Tisch oder aus Bettlaken, geschmückt mit einer sanften Lichterkette.
Diese Orte werden zu Anlaufstellen, an denen das Kind weiß, dass es in aller Ruhe lesen, zuhören oder seiner Fantasie freien Lauf lassen kann.
Gemeinsam Geschichten erfinden
Man muss kein erfahrener Geschichtenerzähler sein, um gemeinsam mit seinem Kind Geschichten zu erfinden. Die Fantasie lebt von Einfachheit, Wiederholung und Freiheit. Die Eltern sind nicht dazu da, zu lenken, sondern ihr Kind bei leicht umsetzbaren Ritualen zu begleiten:
- Eine Figur pro Tag: Jeden Tag denken wir uns eine neue Figur aus. Wer ist sie? Wo lebt sie? Was empfindet sie heute? Eine Gelegenheit, andere Völker und Länder zu entdecken.
- Die Geschichten-Ziehboxen: Legen Sie in drei Schachteln kleine Zettel zum Ziehen bereit. Eine Schachtel bestimmt die Figur, eine andere den Ort und die letzte eine Emotion. Man setzt alles zusammen und die Geschichte beginnt.
💡Diese kleinen Spiele fördern Kreativität, Sprachentwicklung und Selbstvertrauen, ohne dabei jemals nach der „richtigen“ Geschichte zu suchen. Sie können auch fertige Würfelspiele wie „Imagidés“ ab 4 Jahren oder „Wie ich einen Drachen (oder ein Gnu) adoptiert habe“ ab 8 Jahren verwenden.
In die Rolle einer Figur schlüpfen oder die Geschichte fortsetzen
In diesen Winterwelten ist Make-up eine Option, niemals ein Muss. Es kann einfach zu einem Mittel des Ausdrucks werden, das dem Spiel und der Geschichte dient.
Manchmal reichen schon ein paar kleine Akzente, um das Kind in seine Rolle schlüpfen zu lassen:
- ein schillernder Blick für eine fantastische Reise in den hohen Norden;
- eine Strähne in Farben, das Erkennungszeichen einer königlichen Dynastie;
- eine hübsche Schnauze für ein Waldtier;
- glitzerndes Haar für ein Fabelwesen.
Das Wichtigste ist nicht das Ergebnis, sondern die Freude daran, sich zu verwandeln, etwas zu wagen und dann davon zu erzählen. Das Make-up begleitet die Fantasie, ohne sie jemals zu lenken.
Wintergeschichten für Kinder erfordern weder große Mittel noch perfekte Organisation. Ein Buch, eine Stimme, eine Decke, eine zufällig geäußerte Idee … und die Fantasie erledigt den Rest. Diese gemeinsamen, einfachen und herzlichen Momente lassen den Zauber des Winters weit über die Feiertage hinaus anhalten. Sie schaffen einen Raum, in dem das Kind vertrauensvoll träumen, erfinden und wachsen kann. Und manchmal reicht schon ein kleiner Farbtupfer auf der Wange, damit die Geschichte noch ein wenig länger andauert.
