„Meine 5-jährige Tochter möchte Lippenstift.“ „Mein Sohn möchte sich jedes Wochenende wie ein Superheld schminken.“ Eine Frage, die Eltern oft beschäftigt: Ab welchem Alter darf man seinem Kind erlauben, sich zu schminken? Die Antwort lautet: Es kommt darauf an. Sie werden feststellen, dass wir uns nicht allzu weit aus dem Fenster lehnen. Denn uns ist wichtig, dass Sie eine Entscheidung treffen, mit der Sie sich wohlfühlen. Es gibt nützliche Altersrichtwerte...aber entscheidend sind vor allem der Kontext, die Absicht und der Rahmen, den man setzt. So können Sie ganz gelassen Klarheit gewinnen.
Seinem Kind erlauben, sich zu schminken: eine Frage des Alters?
Vor dem dritten Lebensjahr: Erkunden unter Aufsicht
Vor dem dritten Lebensjahr ist die Haut von Kindern noch sehr dünn und die Hautbarriere nicht voll entwickelt. Außerdem führen sie ihre Hände gerne zum Mund. In dem Alter sind Ihre Liebsten noch nicht allzu sehr versucht, „es den Großen gleichzutun” und Mamas Lippenstift zu probieren. In diesem Alter wird Make-up von Erwachsenen eher als Gefahr (durch Verschlucken oder Hautreizungen) angesehen und weniger als als Möglichkeit für das Kind, Farben und Texturen zu entdecken. Oft malen die Kinder jedoch bereits im Alter von zwei Jahren bei ihrer Tagesmutter oder in der Krippe ihre ersten Bilder mit den Händen oder Füßen. Warum also nicht auch Kinderschminke ausprobieren? Das ist möglich, wenn man hochwertige Produkte verwendet, die speziell für die Haut von Kindern entwickelt wurden, wie beispielsweise die Produkte von Namaki. Für Karneval oder Halloween eignet sich die Kinderschminke mit ihren Pinseln und ihren Schminkpaletten und kann den Beginn einer Entdeckungsreise des eigenen Körpers durch Manipulation, Bewegung und sensorische Erkundung markieren.
💡Unsere Kinderschminke unterliegt der CE-Norm für Spielzeug. Sicherlich ist Ihnen das Piktogramm „Nicht für Kinder unter 3 Jahren geeignet” auf unseren Verpackungen aufgefallen. Dieses warnt vor kleinen Teilen, die von Kindern verschluckt werden könnten, und weist darauf hin, dass die Aufsicht durch Erwachsene erforderlich ist.
Zwischen 3 und 6 Jahren: gelegentliches und beaufsichtigtes Schminken
Oft beginnen Kinder im Alter von 3 bis 4 Jahren, Erwachsene nachzuahmen. Das Schminken wird dann zu einem Verwandlungsspiel: ob als Schmetterling für den Karneval, als Häschen für eine Geburtstagsfeier, als Pirat oder als Fee für einen Verkleidungs-Nachmittag. In diesem Alter kann man Folgendes erlauben:
- gelegentliches Schminken,
- Anwendung von einem Erwachsenen
- mit kindgerechten Produkten,
- die sich leicht entfernen lassen.
Das Schminken wird zu einem Spiel, bei dem Kinder ihre Fantasie entwickeln und ihre Verkleidung verschönern können. Man muss sich nur die Schlange vor dem Schminkstand auf einem Jahrmarkt ansehen, um zu erkennen, wie beliebt diese Aktivität bei kleinen Kindern ist.
Ab 6 Jahren: ein kreatives Spiel unter Aufsicht
Ab einem Alter von 6 bis 7 Jahren gewinnt das Kind an Selbstständigkeit. Es möchte sich vielleicht selbst schminken, mit Farben experimentieren, seine Freunde oder Vorbilder imitieren. In dieser Phase kommt die Kreativität stärker zum Ausdruck. Die Identität beginnt sich langsam zu entwickeln und die Persönlichkeit sich zu behaupten. Die Meinung anderer wird wichtiger. Das Schminken kann dann unter Aufsicht und gelegentlich erlaubt werden. Kinderschminke bietet Raum für Spiel und künstlerischen Ausdruck, wobei auch einige Produkte der Kosmetik für Kinder zum Einsatz kommen können, die den Schminkprodukten von Erwachsenen ähneln. Lidschatten, Lippenbalsam oder Lipgloss: bei Namaki entspricht die Kinderschminke den Anforderungen des Bio Cosmos-Standards. Die Produkte sind hautfreundlich und einfach in der Anwendung. Kinder ahmen Erwachsene nach und eignen sich dabei gute Konsum- und Pflegegewohnheiten an.

Schminke und kindliche Entwicklung: gehört das zusammen?
Warum wollen Kinder sich schminken?
Schminken ist bei Kindern selten eine rein ästhetische Frage. Es ist vielmehr ein Mittel, um sich auszudrücken, Emotionen zu zeigen und Selbstbewusstsein zu gewinnen. Es geht zudem um:
- Nachahmung: Man macht es wie Mama, die sich vielleicht jeden Morgen vor der Arbeit schminkt, oder wie der Schauspieler aus der Lieblingsserie.
- Das symbolische Spiel: sich verwandeln, einen Superhelden verkörpern, sein eigenes Szenario erstellen und seine Rolle wählen.
- Kreativität: Experimentieren mit Farben, Formen und Texturen
Eine Phase der Erkundung, keine Verführung
Bei Kindern hat Schminke nicht dieselbe Bedeutung wie bei Erwachsenen. Es geht nicht darum, zu verführen, sondern sich auszudrücken. Das ist ein wesentlicher Unterschied. Make-up wird nur dann zu einem Problem, wenn es mit folgenden Faktoren in Verbindung gebracht wird:
- der Wunsch, sein Aussehen zu verbergen oder zu korrigieren;
- ständiges Vergleichen;
- Druck durch soziale Netzwerke oder die Meinung anderer.
In den allermeisten Fällen handelt es sich lediglich um ein Spiel.

💡Wenn Ihr Kind Interesse am Schminken zeigt, ist dies auch ein guter Zeitpunkt, ihm zu zeigen, wie man Schminke entfernt und sichere Produkte auswählt.
Sollte man sich Sorgen machen, wenn das eigene Kind sich schminken möchte?
Die Antwort lautet oft „nein”, aber das sollte man genau beobachten. Wenn es sich nur um ein Spiel handelt, können Sie beruhigt sein, wenn:
- Ihr Kind sich für eine Party oder eine Verkleidung schminkt.
- es lacht, experimentiert, sich verwandelt.
- Es lässt sich abschminken, ohne Widerstand zu leisten
- es stellt diese Forderung nicht täglich.
In diesem Fall ist das Schminken ein gemeinsamer kreativer und fröhlicher Moment. Es kann jedoch sinnvoll sein, darüber zu sprechen, wenn:
- Ihr Kind sagt, es möchte sich schminken, „um schöner zu sein“;
- es äußert Unbehagen hinsichtlich seines Aussehens;
- es weigert sich, ohne Schminke gesehen zu werden.
- es wird verspottet.
Anstatt das Schminken einfach zu verbieten, ist es besser, einfache Fragen zu stellen:
- „Was magst du am Schminken?“
- „Glaubst du, man muss geschminkt sein, um hübsch zu sein?“
- „Was ist dir wichtiger: das Spiel mit Farben oder der Wunsch, jemandem ähnlich zu sehen?“
Schminke kann dann zu einem Thema für Gespräche über das Selbstbild, das Selbstwertgefühl und die Suche nach der eigenen Identität werden: „Wer bin ich? Wie sehe ich mich selbst?“
Wie schafft man ein beruhigendes und ausgeglichenes Umfeld?
Grenzen setzen, ohne zu provozieren
Es geht nicht darum, Ja oder Nein zu sagen, sondern klare Regeln aufzustellen, ohne sich aufzuregen. Der Tonfall macht den Unterschied. Je ruhiger und konsequenter er ist, desto natürlicher nimmt das Kind ihn auf. Hier sind einige einfache Anhaltspunkte:
- Das Schminken bleibt gelegentlich, nicht täglich.
- Man schminkt sich zu Hause oder für bestimmte Anlässe.
- Man entfernt abends immer seine Schminke.
- Man schminkt sich nicht, um sein Gesicht zu „verbergen”.
Schminken ist ein Spiel. Man hat Spaß mit Farben, aber man braucht sie nicht, um schön zu sein.
Schminken in einen lehrreichen Moment verwandeln
Statt Schminken als Bedrohung zu betrachten, kann man es zu einem Moment der Verbundenheit machen, indem man:
- Über Vielfalt und natürliche Schönheit spricht.
- Das hervorhebt, was das Kind an sich auch ohne Schminke mag.
- Kreativität statt Perfektion fördert.
- Daran erinnert, dass es jedem frei steht, sich zu schminken oder nicht.
Schminke wird so zu einem kreativen Ausdrucksmittel und nicht zu einer Verpflichtung.
Die Haut von Kindern: Warum man wachsam bleiben sollte
Auch wenn die psychologische Dimension von zentraler Bedeutung ist, darf nicht vergessen werden, dass die Haut von Kindern dünner und empfindlicher ist, als die von Erwachsenen.
Sie kann leichter auf reizende oder allergene Inhaltsstoffe reagieren. Daher ist es wichtig, dass Sie:
- eine speziell für Kinder entwickelte Schminke wählen,
- einfache und sanfte Zusammensetzungen bevorzugen,
- das Produkt auf einer kleinen Fläche testen,
- sanft abschminken.
Eine sorgsam ausgewählte und richtig angewendete Kinderschminke stellt für die empfindliche Haut von Kleinkindern kein Risiko dar.
Ab welchem Alter sollte man seinem Kind also erlauben, sich zu schminken? Als Richtwert gilt, dass gelegentliches Schminken unter Aufsicht eines Erwachsenen bereits ab einem Alter von 3 bis 4 Jahren in Betracht gezogen werden kann. Aber das Alter ist nicht das Wichtigste. Die eigentlichen Fragen lauten vielmehr: Ist es ein Spiel oder Druck? Ist es gelegentlich oder täglich? Geht es mit einem Dialog einher? Mit klaren Rahmenbedingungen, geeigneten Produkten und einer wohlwollenden Begleitung kann Schminken in der Kindheit das bleiben, was es sein sollte: ein kreativer, fröhlicher Moment ohne Druck. Denn letztendlich ist das Schönste, was wir unseren Kindern vermitteln können, dass sie nichts brauchen, um schon jetzt wunderschön zu sein.
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